Sonntag, 13. August 2017

Zu Gast bei einer "wet down ceremony"

Von gelb zu rot: Bens Leidenschaft für Bagger hat etwas abgenommen, dafür steht er seit einiger Zeit umso mehr auf Fire Trucks. Keine Frage also, dass wir häufige Gäste des Fire Museums in North Charleston sind. Vor allem der dort aufgebaute Spielplatz mit einer feuerroten Rutsche und der nachgebaute Einsatzwagen mit Blaulicht und Sirene haben es ihm angetan.
Letzte Woche drehten wir routiniert unsere Runde durch's Museum, als wir von einer Mitarbeiterin auf eine "wet down ceremony" hingewiesen wurden: Draußen wurden an diesem Morgen drei neue Trucks des Fire Departments feierlich in den Fuhrpark aufgenommen.
Das wollten wir sehen und wurden nicht enttäuscht: Zum einen sind diese historisch anmutenden Wagen ja schon allein eine Augenweide. Dann hatten sich die anwesenden Firefighters auch noch in ihre besonders schicken Uniformen geworfen. Ben kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, aber es wurde noch besser: Nach den Reden (das Pult bestand übrigens aus einer umgebogenen Rettungsleiter) erfolgte die eigentliche Fahrzeugweihe. Alle Anwesenden wurden aufgefordert, mit einer Hand einen der drei Trucks zu berühren, während der Redner einen feierlichen  Text mit dem Tenor "allzeit gute Fahrt" vorlas. Ben legte seine Hand auf den Tritt an der Wagentür und ließ sich alles noch einmal genau von einem daneben stehenden Mitglied der Marine Division erklären. Danach kam das Highlight der Zeremonie, denn die Fahrzeuge wurden mit einem Wasserschlauch bespritzt. Ben hatte das Glück, mit einigen anderen Kindern den Schlauch festhalten zu dürfen. Allerdings schien er damit etwas überfordert. Der Trubel war dann wohl doch zu viel. Auf dem Rückweg dauerte es auch nur zwei Minuten, bis er im Auto eingeschlafen war und sicherlich von "Feuerwehrmann Ben" geträumt hat.
P.S. Mein persönliches Highlight war vielmehr die akribische Putzaktion der Feuerwehrmänner nach der Zeremonie. Die Wasserflecken auf den nassen Trucks wurden mit großem Eifer weggewienert und die Wagen wieder auf Hochglanz poliert. Wirklich schön anzusehen. :-)








Sonntag, 30. Juli 2017

Die ersten Wochen als family of four

"Mehr Milch!" Das sind immer Benjamins Worte, wenn sein kleiner Bruder schreit. Aus seiner Sicht ist das also alles ganz einfach mit einem Säugling. Und wenn sich Moritz mal nicht durch's Stillen beruhigen lässt (wie z.B. während der Autofahrt), dann hält sich Ben einfach die Ohren zu.
Seit fünf Wochen sind wir nun zu viert. Zeit, endlich mal ein Update zu geben. Zusammenfassend: Es ist unglaublich schön mit unserem neuen Familienmitglied, das wir jeden Tag besser kennenlernen. Und natürlich auch unglaublich stressig, beiden Kids gerecht zu werden und dann auch noch selbst zum Essen, Schlafen oder Duschen zu kommen. Trotzdem wollen wir keine Sekunde missen.
Meine Mutter ist glücklicherweise noch einige Tage zur Unterstützung hier, sorgt für "vernünftige Mahlzeiten", räumt das Chaos auf und bespaßt Benjamin, wenn ich Moritz stille oder einfach einmal Luft holen muss. Allerdings versuche ich mittlerweile, den Alltag möglichst allein zu bewältigen: Nächste Woche habe ich nämlich auch keine zwei weiteren Hände mehr zur Verfügung und muss mich langsam umstellen.
Was wir so treiben? Bei über 30 Grad recht wenig, zumindest Moritz und ich bleiben dann gezwungenermaßen im klimatisierten Apartment. Ben verbringt derweil viel Zeit mit Oma und Papa im Pool. Wir haben uns auch schon zweimal "getraut", mit beiden Kids essen zu gehen. Das erste Mal war wenig entspannt, beim zweiten Mal hatten wir mehr Glück. Was vielleicht auch daran lag, dass Moritz geschlafen hat und Ben auf dem iPad Videos gucken durfte, als er nicht mehr sitzen wollte (#rabeneltern). Sobald das Wetter etwas abkühlt oder sich mal Wolken am Himmel zeigen, unternehmen wir natürlich alle gemeinsam etwas. Wir haben Moritz schon den Wald und den Strand gezeigt. Heute Vormittag ging es zum Spaziergang in die historische Altstadt von Charleston. Hier ein paar (schöne) Bilder zu unseren letzten Wochen - Fotos von Wäschebergen, vollgespuckten T-Shirts und tiefen Augenringen allerdings ausgespart. :-)






















Freitag, 30. Juni 2017

Moritz ist da!

Was für eine ereignisreiche Woche: montags haben wir noch Benjamins zweiten Geburtstag gefeiert und freitags wurde sein kleiner Bruder Moritz geboren. Nach zwei Nächten im Krankenhaus sind wir nun seit einigen Tagen zu Hause und genießen die Zeit zu viert beziehungsweise zu fünft, denn meine Mutter ist zur Unterstützung aus Deutschland angereist.
Natürlich wirft uns beim zweiten Baby nichts mehr so schnell aus der Bahn, alles läuft etwas gelassener und routinierter. Selbst Google wurde bisher noch nicht bezüglich Einschlafhilfen oder Bauchweh um Rat gefragt. Wie heißt es so schön? Es ist alles nur eine Phase! Erfreulicherweise knallen meine Hormone dieses Mal auch nicht so durch wie noch vor zwei Jahren, als schon der Anblick irgendeines Hundewelpen am Straßenrand die Tränen in Strömen fließen ließ. Unverändert sind die besonderen Glücksmomente, die uns Moritz, genauso wie Ben damals, jeden Tag beschert: Sei es das zufriedene Schmatzen beim Stillen, das lustige Stirnrunzeln und Nasekräuseln während des Schlafs oder der warme Babykörper, der auf uns liegend ein Nickerchen hält. Und was Chris und mich am glücklichsten macht: Benjamins Reaktion auf seinen kleinen Bruder. Wenn er Moritz sieht, wird seine Stimme ganz hoch, er säuselt "Baby!" und kichert vor sich hin. Unendlich niedlich! Dann wuschelt er seinem Bruder liebevoll durch die schwarzen Haare und will ihn auf den Arm nehmen. Bisher keine Spur von Eifersucht, hoffentlich bleibt es so.
Wir amüsieren uns übrigens jeden Tag darüber, wie schnell sich altbekannte Probleme wieder einschleichen. Wer kennt es nicht? Ein Socken ist immer weg. Oder Spucktücher liegen überall herum, nur nicht dort, wo man sie gerade braucht. Nervig ist allein, dass ich nach dem Kaiserschnitt nicht so kann, wie ich will (Moritz lag falsch herum und ließ sich auch nicht per äußerer Wendung in die Geburtsposition drehen). Wenn ich überlege, wie schnell ich nach Bens Geburt wieder auf den Beinen war und Spaziergänge oder Kaffee außer Haus genießen konnte, dann stellt die gezwungene Auszeit nach der Bauch-OP meine Ungeduld vor große Herausforderungen. Auf der Couch liegend delegieren, das ist nicht so mein Ding. Davon, dass ich nicht mit Benjamin herumtoben und ihn knuddeln kann, gar nicht zu reden. Er wiederum steckt das alles besser weg als ich: Er ist nämlich viel zu busy mit seiner Oma: Türme bauen, Bagger gucken, Autos malen. Aber es geht langsam aufwärts und nächste Woche steht einem ersten Spaziergang sicherlich nichts mehr im Wege: Dann mit dem schon bereitstehenden Double Stroller und zwei Kindern. Wahnsinn! :-)
Vielen Dank übrigens für die netten Geschenke, Karten und Blumen, die uns schon erreicht haben! Ihr seid großartig!







Sonntag, 18. Juni 2017

Bens Lieblingssnack: Simple Banana Muffins



Zum Frühstück, in der Lunchbox für die Preschool oder als Nachmittagssnack: Diese "Toddler-Approved Banana Muffins" kommen bei uns seit Monaten regelmäßig zum Einsatz. Optisch kein Highlight, aber Ben liebt diesen Snack und hilft beim Backen immer gerne mit. Auch die Aufbewahrung ist simpel: Die Muffins halten sich in der Tiefkühltruhe bis zu zwölf Wochen, wobei wir definitiv in kürzeren Abständen für Nachschub sorgen müssen.

Zutaten für 12 Muffins:
260 Gramm Mehl
100 Gramm brauner Zucker
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Natron (oder Backpulver)
1/4 Teelöffel Salz
240 ml Wasser
55 Gramm Butter
5 reife Bananen

Und so geht's:
Ofen auf 175 Grad vorheizen. Muffinblech einfetten oder alternativ Muffinformen verwenden. Wasser und Butter in einer Schüssel verrühren; Mehl, Zucker, Zimt, Natron/Backpulver und Salz dazugeben. Die geschälten und zermatschten Bananen zuletzt in den Teig geben und vorsichtig verrühren. Die Muffinformen zu je 3/4 füllen und ca. 20-25 Minuten im Ofen backen. Gutes Gelingen!





















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