Samstag, 21. Februar 2015

Hunde-Studien

Die Zeit läuft: Bis Juni sollen auch die letzten Diss-Kapitel zumindest in einem ersten Entwurf stehen. Daher sitze ich morgens ab 9 Uhr am Schreibtisch und gebe Gas. Mein aussichtsreicher Fensterplatz mit Blick in eine kleine Parkanlage beschert mir daneben ein weiteres spannendes Studienobjekt: Hunde und ihre Herrchen. Mittlerweile kenne ich die Routen und Gassizeiten jedes Gespanns auswendig. Da ist die immer Kopfhörer tragende Frau mit dem unerzogenen Mischling, den sie gelangweilt und ohne weitere Animation wie Bälle- oder Stöckchenwerfen auf dem Tennisplatz frei laufen lässt. Dann die irre Walkerin im neonfarbenen Sportdress: Wie vom Hafer gestochen saust sie jeden Nachmittag durch die Anlage und zieht erst einen, eine halbe Stunde später dann einen anderen Hund hinter sich her. Ich habe die Vierbeiner noch nie pinkeln oder schnüffeln sehen, jeder Versuch wird im Keim erstickt...
Mein absolutes Highlight ist aber unser wirklich netter Nachbar, der stets mit Plastiktüten bewaffnet hinter seinem Hund herläuft und artig alles aufhebt, was der so hinterlässt. Anweisungen vom Herrchen werden allerdings nur mehr oder weniger befolgt. Wenn unsere Terassentür geöffnet ist, hilft jedenfalls kein "Stop, Sophie!" mehr. Der Köter rennt jedesmal ungebremst auf unser Wohnzimmer zu - und bleibt (Gott sei Dank) jedesmal im Fliegengitter hängen...

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