Samstag, 7. März 2015

Behördenmarathon

Letzte Woche lag endlich der beantragte amerikanische Führerschein im Briefkasten und damit haben wir nun alle Dokumente zusammen. Grund genug, um noch einmal auf die Highlights des Behördenmarathons der letzten Wochen zurückzublicken.
Alles fing mit der Social Security Number (SSN) an, die man in den Staaten nicht nur für die Sozialversicherung und im Gesundheitswesen braucht, sondern nahezu überall angeben muss: Bei der Eröffnung eines Bankkontos, beim Abschluss der Autoversicherung sowie von Handy-, Strom- und Mietverträgen etc. ... Während der liebe Gatte nach Vorlage aller erforderlichen Nachweise die SSN direkt zugesagt bekam, gab es bei mir Stress. Ich sollte nachweisen, dass wir auch wirklich verheiratet sind. Chris' Hinweis auf unsere Eheringe, in denen ja Namen und Heiratsdatum eingraviert sind, hat die Mitarbeiterin der Social Security Administration überraschenderweise nicht als Beleg akzeptiert. Aber auch mit dem unangreifbaren Argument, dass doch das Konsulat in Frankfurt unsere Heiratsurkunde für mein Visum bereits akzeptiert hat, kamen wir nicht weiter. Sie bestand auf eine Übersetzung der amtlichen Urkunde... hat sie bekommen und ich Wochen später die SSN.
In der Zwischenzeit konnte Chris bereits ein Bankkonto eröffnen und mich (zunächst auch ohne SSN) als weitere Kontoinhaberin hinzufügen. Wobei, so einfach ging das dann natürlich nicht: Vorab musste ich mit zwei unterschiedlichen Dokumenten (?!) meine Anschrift nachweisen - und dafür am nächsten Tag wieder kommen. Den Grund für diese Umstände habe ich bis heute nicht verstanden, zumal der Kontoeröffner himself mein Hinzufügen angeordnet und mich eindeutig als seine Frau "identifiziert" hat.
Relativ unproblematisch lief am Ende die Beantragung eines amerikanischen Führerscheins, der hier auch als Ausweis genutzt wird. Einzige Ungereimtheit: Die mitgebrachte Kopie des sogenannten employment letters wurde misstrauisch abgelehnt. Man habe schlechte Erfahrungen mit gefälschten Dokumenten gemacht. Stattdessen sollte der Arbeitgeber die Bestätigung bitte direkt per Fax in die Behörde senden. Nach einem kurzen Anruf bei Chris' Chef ging dann dasselbe Dokument als Faxkopie ein und wurde sofort akzeptiert. Zu unserer großen Verwunderung, denn weder der Anruf noch der Absender wurden überprüft. Die Bestätigung hätte irgendwer schicken können.

1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich an Asterix und den Passierschein A 38 ... :)

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