Donnerstag, 19. März 2015

Schlechtes Gewissen und Hunger

Hätte ich den Hinweiszettel für meinen gestrigen, hier routinemäßig durchgeführten Glukose-Test auf Schwangerschaftsdiabetes mal besser vor unserem New-York-Trip gelesen... Mit Blick auf Punkt 3 und der Bitte um "regular well-balanced meals for 2-3 days before the test" wäre die fastfood- und zuckerlastige Ernährung zumindest am Sonntag eine andere gewesen... Andererseits: Gibt es einen besseren Ort als Manhattan, um einen echten New York-Cheesecake zu probieren? Natürlich nicht. Und das Ding war eine Offenbarung!
Zum schlechten Gewissen mischte sich dann gestern auf dem Weg zur Blutentnahme großer Hunger (weil nüchtern) und ein wenig Furcht vor der angekündigten Zuckerlösung. Meine Vorstellung: eine dickflüssige, süße und vor allem eklige Brühe, die an Dschungelprüfungen eines bekannten TV-Formats erinnert und die man nur mit Mühe und großer Tapferkeit runterkriegt. Aber alles halb so wild. Schmeckte nach einem Energydrink und die Sache war ziemlich schnell erledigt. Viel schwieriger wurde es, die Stunde Wartezeit bis zur anschließenden Blutentnahme zu überbrücken. Lesen im mitgebrachten Buch? Fehlanzeige. Im Wartebereich des Labs (Blutuntersuchungen werden häufig nicht in den Arztpraxen durchgeführt, sondern von Speziallaboren übernommen) plärrte - wie so oft - ein lauter Fernseher mit einer überdrehten Morningshow und ständigen, noch nervigeren Werbeunterbrechungen. Mein "I go for a walk"-Hinweis an die Lab-Mitarbeiterin wurde bloß mit einem Stirnrunzeln wahrgenommen und half mir auch nicht weiter: Draußen war es zu kühl ohne Jacke. Ich habe dann im (ohne TV ausgestatteten) Foyer einen gemütlichen Sessel ergattern können und nach einer Stunde und ein bisschen Blut lassen war es dann endlich so weit: Breakfast!!

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