Sonntag, 2. April 2017

City Trip: Chicago Teil II


Bei unserem Winterurlaub in Illinois durfte natürlich eins nicht fehlen: Ein Chicago-Besuch. Damit die Wege kurz blieben, haben wir ein zentrales Hotel nördlich des Millennium Parks gebucht und von dort aus diese wunderbare Stadt erobert. Nach der einstündigen Autofahrt konnte sich Benjamin daher erst einmal in Ruhe auf dem Parkgelände austoben, bevor es zum Mittagsschläfchen ins Hotel ging. Nachmittags stand dann nach einem kurzen Spaziergang zum Chicago River die Architecture Boat Tour an. Die 90-minütige Fahrt mit einem Live-Vortrag zur eindrucksvollen Architektur der Stadt wurde uns mehrfach empfohlen und auch wir waren begeistert. Selbst Benjamin hat dem Erzähler in den ersten Minuten fasziniert zugehört, Lautsprecherstimmen fesseln ihn irgendwie. Zwar war der Ausblick an Deck auf die Hochhäuser gigantisch, wir mussten bei Temperaturen um die fünf Grad aber leider ziemlich schnell nach unten in die beheizten Räume flüchten. Es war einfach viel zu kalt und Chicago heißt ja nicht umsonst: "The windy City!"
Bei der Auswahl des abendlichen Restaurants wurde nicht lange gefackelt: Runter vom Boot, noch ein Blick auf die trommelnden Straßenmusiker und die riesige Abraham Lincoln-Statue auf dem Pioneer Court und dann sind wir hungrig und durstig in die nächste Sportsbar eingefallen: Ruben Sandwich und Pulled Pork Burger für die Eltern, Mac n Cheese mit Früchten für Ben. Das Essen war kein Knaller, das leckere alkoholfreie Weizen für mich umso mehr! Bei uns im Süden suche ich seit zwei Jahren vergeblich danach, eine schöne Überraschung also. Für ein zweites Glas blieb aber leider keine Zeit: Ben war nach dem aufregenden Tag total platt und wir sind recht schnell zurück ins Hotel spaziert, vorbei an den in der Abenddämmerung beleuchteten Gebäuden. So schön!
Am nächsten Morgen erwarteten uns wunderbarer Sonnenschein und etwas wärmere Temperaturen. Gefrühstückt wurde in einem Café um's Eck: Milchkaffee, Omelett, Früchte, Pancakes, Panini und Hash Browns, also Rösti. Danach folgte Bens großes Highlight, dessen liebster Song aktuell "The Wheels on the Bus" und liebstes Spielzeug ein kleiner gelber School Bus ist: Jedenfalls saß Ben in Chicago zum ersten Mal selbst im Bus und war total fasziniert. Er hat während der Fahrt keinen Mucks gemacht, den Busfahrer nicht aus den Augen gelassen und beim Aussteigen anerkennend "Bye Bye" gesagt und ihm gewunken. Wohin ging es überhaupt? Zum Willis Tower, mit 443 Metern einem der höchsten Gebäude der Welt. Chicago wollten wir bei diesem sonnigen Wetter unbedingt von oben sehen. Die Aussucht war gigantisch, wie erwartet!
Eigentlich wollten wir es uns danach in einer überirdisch im Kreis fahrenden Metro (Brown Line) gemütlich machen und auf diese Weise noch mehr von der Stadt sehen. Wegen einer Baustelle samt Umleitungen hat das aber leider nicht ganz geklappt. Immerhin hat uns die Bahn in die Nähe einer Tapas Bar gebracht, die uns von einem Freund empfohlen wurde. Da Ben noch während der Zugfahrt im Kinderwagen eingeschlafen ist (und erstaunlicherweise auch beim recht lauten Spanier nicht aufwachte), konnten Chris und ich die kleinen Vorspeisen und die leckere Paella zu zweit genießen. Nachmittags hatten wir eigentlich noch einen Museumsbesuch geplant. Aber das Wetter war so schön, dass wir lieber noch einmal den Millennium Park besucht und bei strahlendem Sonnenschein die berühmte Bean (auch Cloud Gate genannt) fotografiert haben.
Insgesamt hat mich Chicago schwer begeistert. In der Stadt herrscht eine tolle Atmosphäre und die grandiose Architektur, die sich entlang des Ufers des Chicago Rivers erstreckt, ist mehr als sehenswert.




























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